Unsere Geschichte mit
Hoffnung für Fellpfötchen e.V.
und unser Kämpfer
Monte

Der Beginn unserer Reise
Im August letzten Jahres begann unsere Reise. Schon lange hatten wir den Wunsch, einem Hund aus dem Ausland ein liebevolles Zuhause zu schenken. Also machten wir uns auf die Suche nach einem seriösen Tierschutzverein, der Hunden eine zweite Chance ermöglicht. Nach vielen Gesprächen und Kontakten stießen wir schließlich auf Hoffnung für Fellpfötchen e.V. – und schon vom ersten Moment an fühlte sich alles richtig an.
Von Anfang an wurden wir von Tina begleitet. Mit unglaublich viel Herz, Geduld und Ehrlichkeit stand sie uns während der gesamten Vermittlung zur Seite. Sie hörte sich unsere Wünsche und Vorstellungen genau an und versuchte gemeinsam mit uns, den passenden Hund zu finden. Wir fühlten uns jederzeit gut aufgehoben und ehrlich beraten.
Das Schicksal hat uns gefunden
Dann kam der Moment, der unser Leben verändern sollte. Bei der Vorstellung einiger Welpen lief plötzlich ein kleines braunes Fellknäuel mit einem weißen Kragen durchs Bild. Man sah ihn eigentlich nur von hinten – und trotzdem war da sofort dieses Gefühl. Irgendetwas an diesem kleinen Hund ließ uns nicht mehr los.
Ich fragte Tina nach ihm und Sie erzählte uns seine Geschichte:
Der kleine Rüde war mit nur wenigen Monaten angefahren worden. Er wurde schwer verletzt gefunden und hatte mehrere komplizierte Brüche am Hinterbein. Diese wurden zwar operiert und mit einem Fixateur stabilisiert, doch er trug diesen noch immer. Trotzdem sprang der kleine Kerl vorsichtig, aber voller Lebensfreude mit den anderen Welpen durch das Shelter.


Mut zur Entscheidung
Wir alle hofften, dass sein Beinchen mit Physiotherapie in Deutschland wieder beweglich werden könnte und er hier eine bessere medizinische Versorgung erhalten würde als in Rumänien. Natürlich machten wir uns viele Gedanken. Würden wir dieser Verantwortung gerecht werden? Würden wir die Zeit und Kraft haben, einen Hund mit Handicap zu begleiten?
Was uns schließlich die Entscheidung erleichterte, war die Möglichkeit, ihn zunächst als Pflegestelle mit Option auf Endstelle aufzunehmen. So konnten wir in Ruhe schauen, ob er mit unseren Katzen und vor allem mit unseren Kindern zurechtkommt, ob wir ihm gerecht werden können und ob er sich bei uns wohlfühlt. Hätten wir gemerkt, dass es nicht passt, hätten wir gemeinsam mit dem Verein nach dem perfekten Für-Immer-Zuhause für ihn gesucht. Während all dieser Überlegungen war Tina immer an unserer Seite – mit offenen Worten, ehrlichen Einschätzungen und ganz viel Herz.
Der Tag der Ankunft
Dann kam endlich der Tag der Ausreise. Die zwei Wochen bis zu seiner Ankunft fühlten sich wie eine Ewigkeit an. Inzwischen hatten wir dem kleinen Kämpfer einen Namen gegeben: Monte. Der Name bedeutet „Berg“ und steht für Stärke und Stabilität. Genau das war er für uns – ein kleiner Kämpfer, der schon so viel durchgemacht hatte. Wir hofften, dass er mit seiner Reise nach Deutschland endlich „über den Berg“ sein würde.
Am Tag seiner Ankunft waren wir unglaublich aufgeregt. Wie würde er reagieren? Würde er uns mögen? Wie würden unsere Katzen auf ihn reagieren? Würde er sich in unserer Wohnung wohlfühlen?
Als der Transporter ankam, ging plötzlich alles ganz schnell. Monte wurde in seine Transportbox gesetzt und wir machten uns direkt auf den Heimweg. Im Auto weinte er herzzerreißend. Unser Herz zerbrach, und gleichzeitig wurden wir immer unsicherer.


Ankommen und Kämpfen
Doch als wir zu Hause ankamen und die Box öffneten, machte Monte es uns ganz leicht. Er kam vorsichtig heraus, trank erst einmal ausgiebig Wasser und lief dann – in seinem typischen kleinen „Hoppelhasen-Gang“, weil er sein verletztes Bein noch überhaupt nicht benutzen konnte – selbstbewusst durch die Wohnung. Er beschnupperte unsere Katzen, die zunächst überhaupt nichts von ihm wissen wollten, und kam dann direkt zu uns. Er ließ sich streicheln, suchte unsere Nähe und wir hatten sofort das Gefühl: Er war angekommen.
Noch am selben Abend wussten wir: Egal wie schwer der Weg werden würde – wir würden ihn gemeinsam gehen.
Ein neuer Lebensabschnitt
Schon kurze Zeit später bekamen wir einen Termin bei einem Spezialisten in einer Tierklinik. Nach den ersten Röntgenbildern stand leider fest, dass sein Bein nicht mehr zu retten war. Durch Fehlstellungen und Komplikationen hatte Monte starke Schmerzen. Die einzige Möglichkeit war eine schnelle Amputation.
Keine zwei Wochen später wurde sein Hinterbein amputiert. Diese zwei Wochen hatten jedoch gereicht, um unser Herz vollkommen zu erobern. Monte lebte sich unglaublich schnell ein. Er schenkte uns jeden Tag so viel Liebe. Er lernte in kürzester Zeit Kommandos, war unfassbar schlau und neugierig. Er liebte es, mit unseren Kindern Quatsch zu machen und versuchte immer wieder, unsere Katzen zum Spielen zu animieren. Am schönsten war jedoch zu sehen, wie sehr er aufblühte.





Monte heute: Ein echtes Familienmitglied
Trotz seines Handicaps hatte er so viel Lebensfreude. Er rannte, spielte und genoss jeden einzelnen Tag.
Und abends, wenn endlich Ruhe einkehrte, die Kinder schliefen und er wusste, dass nun seine Kuschelzeit begann, schlich er sich auf die Couch, kletterte ganz nah an uns heran und wollte am liebsten in uns hineinkriechen. Diese Nähe, dieses Vertrauen und diese Dankbarkeit waren unbezahlbar.
Heute ist Monte nicht mehr aus unserer Familie wegzudenken. Er ist längst nicht mehr „der Hund aus Rumänien“. Er ist unser Familienmitglied, unser täglicher Begleiter und ein Hund, der uns jeden einzelnen Tag zeigt, was Lebensmut bedeutet. Er lernt bis heute ständig dazu und schenkt uns unendlich viel Liebe zurück.
Die Physiotherapie wird wahrscheinlich sein ganzes Leben lang ein Teil seines Weges bleiben. Doch wenn wir sehen, wie glücklich er ist, wie unbeschwert er spielt und wie sehr er das Leben genießt, wissen wir:
Jede einzelne Entscheidung war die Richtige.
Danke!
Wir sind unendlich dankbar, dass uns Hoffnung für Fellpfötchen e.V. und besonders Tina auf diesem Weg begleitet haben. Ohne euch hätten wir unseren Monte vielleicht niemals kennengelernt.
Danke, dass ihr Hunden wie ihm eine Chance gebt – und Familien wie uns zeigt, dass manchmal genau der Hund zu einem findet, den man gar nicht gesucht hat, der aber genau der Richtige ist.


